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KI-Anwendung anbinden

KI-Assistenten mit den eigenen Unternehmensdaten verbinden.

Die Oberfläche bleibt dieselbe, die Arbeitsweise nicht: die KI nimmt einen Auftrag an, zerlegt ihn in Teilfragen und stellt sie einzeln an Ihre Systeme. Was dabei entsteht, ist keine Chatantwort über Allgemeinwissen, sondern eine Untersuchung an Ihren Aufträgen, Kunden und Rechnungen.

Anbindung über MCPKein SQL vom ModellNur lesender Zugriff
KI-Assistent · MCP
Frage
Welche Kunden haben dieses Jahr mehr als einen Auftrag ausgelöst?
Antwort
Die Frage wird gegen das fachliche Modell Ihres Systems aufgelöst – nicht gegen Tabellennamen.
KundeAufträge
Kunde A4
Kunde B3
Kunde C2

Beispiel mit erfundenen Zahlen · keine Kundendaten

Was dabei entsteht

Ein zweiter Mitarbeiter, der Ihre Systeme kennt.

Der Nutzen dieser Anbindung liegt nicht darin, dass eine Frage schneller beantwortet wird. Er liegt darin, was überhaupt gefragt werden kann: nicht „Wie hoch war der offene Bestand?“, sondern „Unser Forderungsbestand ist gestiegen – finden Sie heraus, wo er steckt.“

Die KI arbeitet einen solchen Auftrag in Schritten ab. Sie zerlegt ihn in Teilfragen, stellt sie einzeln, bewertet jedes Zwischenergebnis, zieht einen weiteren Fachbereich hinzu und verwirft, was sich nicht bestätigt. Das ist die Arbeit, für die es heute jemanden braucht, der die Systeme kennt, weiß, welche Abteilung welche Zahl führt, und dafür eine Woche Zeit hat.

Was das Protokoll dahinter leistet und wo seine Grenzen liegen, steht auf der Seite was MCP für Unternehmensdaten bedeutet.

Das Fachwissen kommt nicht aus dem Modell, sondern aus Ihrem Haus. Das Modell bringt das Vorgehen mit.

Diese Trennung ist wichtig, damit die Erwartung stimmt: Ein Sprachmodell versteht Ihr Unternehmen nicht. Es kann zerlegen, bewerten und verknüpfen – was „Bestandskunde“, „abgewandert“ oder „offen“ bei Ihnen bedeutet, steht in der semantischen Schicht, die Ihr Fachbereich bestätigt hat. Fehlt ein Begriff, bricht die Untersuchung an dieser Stelle ab und benennt die Lücke, statt sie mit einer Annahme zu überbrücken.

Jede einzelne Teilfrage läuft dabei durch dieselbe Prüfung wie eine Einzelfrage: gegen das beschriebene Fachmodell und gegen die Rechte der Rolle, bevor die Datenbank angesprochen wird. Ein Auftrag mit sechs Teilfragen wird sechsmal geprüft, nicht einmal.

KI-Assistent
Fragt nach · plant · wertet Zwischenergebnisse aus
MCP
MCP-Server · Nowl
Semantisches Modell · Prüfschicht · Rollenrechte
Lesende Datenbankabfrage
Ergebnis

Beispiel einer Zerlegung

„Wir verlieren Bestandskunden. Prüfen Sie, ob es ein Muster gibt.“

Ein branchentypischer Auftrag und die Teilfragen, in die er zerfällt. Welche Schritte nötig sind, steht vorher nicht fest – jeder folgt aus dem Ergebnis des vorherigen.

  1. 1

    Wer ist überhaupt gemeint? (Vertrieb)

    Welche Bestandskunden haben ihre Bestellfrequenz halbiert oder eingestellt? „Abgewandert“ ist keine Spalte, sondern eine Festlegung – ohne sie zählt jede Auswertung eine andere Menge.

  2. 2

    Ging etwas voraus? (Service)

    Hatten diese Kunden vor dem Abbruch Reklamationen, und wie lange blieben sie offen? Hier zeigt sich, ob dem Abbruch regelmäßig ein ungelöster Vorgang vorausgeht.

  3. 3

    Wurden sie schlechter bedient? (Logistik)

    Wie waren ihre Lieferzeiten im Jahr davor, verglichen mit allen anderen? Die Teilfrage prüft eine Vermutung – und kann sie auch entkräften.

  4. 4

    War es eine eigene Entscheidung? (Finanzen)

    Fiel eine Preisanpassung oder das Ende einer Konditionsvereinbarung in denselben Zeitraum? Ein Effekt aus dem eigenen Haus sieht in der Kundenliste genauso aus wie Unzufriedenheit.

  5. 5

    Wo überschneidet es sich? (Verknüpfung)

    Verteilen sich die Fälle auf Gebiete, Betreuer, Produktgruppen – oder auf keines davon? Dieser Schritt ist der eigentliche Befund: Er liegt in der Überschneidung und in keiner der vier Einzellisten.

Transparenz

Was das Modell dabei sieht – und was nicht.

Diese Aufstellung ist der Grund, warum die Wahl des Betriebsmodus vor der Einführung getroffen werden muss.

Beschreibung des Fachmodells
Ja. Begriffe, Beziehungen und Regeln Ihres Modells werden übermittelt – das Modell braucht sie, um überhaupt einen sinnvollen Plan zu bilden.
Abfrageergebnisse
Ja, bei Anbindung einer externen KI-Anwendung. Das Modell übernimmt das Reasoning und muss Zwischenergebnisse bewerten können. Das ist keine Nebenwirkung, sondern die Funktionsweise dieses Modus.
Zugangsdaten zur Datenbank
Nein. Das Sprachmodell erhält keine Zugangsdaten und keine Netzwerkverbindung zur Datenbank.
Ihre Tabellenstruktur
Das Modell plant in Fachbegriffen und erzeugt kein SQL. Die ausgeführte Abfrage wird zur Nachvollziehbarkeit mitgeliefert; dabei können Tabellen- und Spaltennamen sichtbar werden.
Ihr Datenbestand insgesamt
Nein. Es wird nichts replikiert, synchronisiert oder importiert. Übermittelt wird nur, was eine konkrete Abfrage als Ergebnis liefert.

Die Entscheidung davor

Ob Abfrageergebnisse Ihr Netz verlassen, entscheiden Sie – nicht das Werkzeug.

Es gibt zwei Betriebsmodi. Bei der Anbindung einer externen KI-Anwendung liegt das Reasoning beim Modell des Anbieters; dessen Modell sieht dabei auch Abfrageergebnisse. Bei der eigenen Oberfläche erhält das Sprachmodell Ihre Frage und die Beschreibung des Fachmodells; Abfrageergebnisse werden nicht übermittelt.

Beides ist umgesetzt; in der Alpha erprobt ist der Weg über einen KI-Assistenten am Desktop. Die Wahl ist deshalb keine technische Einschränkung, sondern eine Datenschutzentscheidung – und sie gehört vor die Einführung, nicht danach.

Wenn Abfrageergebnisse das Unternehmen nicht verlassen dürfen, ist die eigene Oberfläche der Weg.

Der Unterschied betrifft dabei nicht nur den Datenschutz, sondern die Analysetiefe – und das gehört auf dieselbe Seite. Eine Untersuchung, die Zwischenergebnisse bewertet und die nächste Teilfrage daraus ableitet, setzt voraus, dass das Modell diese Zwischenergebnisse sieht. In der eigenen Oberfläche sieht es sie nicht: Dort bleibt es bei Einzelfragen und Folgefragen, die ein Mensch stellt. Der Auftrag, den ein Modell selbst zerlegt, ist an den Weg über die angebundene KI-Anwendung gebunden.

Was ein Modellanbieter mit übermittelten Daten vertraglich darf, steht in seinen Bedingungen. Diese Seite benennt die Verantwortung, statt sie zu übernehmen: Wer eine externe KI-Anwendung anbindet, sollte die Vertragslage seines Anbieters kennen und seine Datenschutzfolgenabschätzung darauf aufbauen.

Wie das mit der KI aussieht – Frage, Antwort und Herleitung: Beispiele ansehen →

Eine einzelne Teilfrage

So sieht ein Schritt einer solchen Untersuchung aus.

Schematische Darstellung. Begriffe, Regeln und Werte sind Beispiele; in Ihrem System stehen dort Ihre eigenen Definitionen.

KI-Assistent · MCP
Frage
Welche Kunden haben im letzten Quartal weniger bestellt als im Vorjahresquartal – und bei welchen davon sind Rechnungen offen?
Antwort
Zwei Zeiträume, ein Vergleich, ein zweiter Fachbereich und eine Regel, die in keiner Spalte steht. Das Modell arbeitet die Frage in Schritten ab und fragt dabei ab, welche Begriffe überhaupt existieren.
KundeRückgangOffen
Kunde A−38,6 %18.400 €
Kunde B−23,0 %—
Kunde F−11,4 %7.150 €
Herkunft der Antwort
Begriffe
Kunde, Bestellung, Rechnung, offen – aufgelöst über das semantische Modell.
Zeiträume
Letztes abgeschlossenes Quartal gegen dasselbe Quartal des Vorjahres.
Angewandtes Regelset2 von 2
Rechnung gilt als offen
Gestellt, nicht storniert, Zahlungseingang kleiner als Rechnungsbetrag – bewertet zum Stichtag.
Bestellwert
Summe der Auftragspositionen ohne Stornopositionen, bewertet zum Auftragsdatum.

Beispiel mit erfundenen Zahlen · keine Kundendaten

Andere Werkzeuge

Was in der Alpha erprobt ist – und was nur möglich ist.

Getrennt aufgeführt, weil der Unterschied für eine Einführungsentscheidung zählt.

KI-Assistent
In der Alpha erprobt. Dieser Weg ist getestet.
Weitere MCP-fähige Clients
Durch den offenen Standard technisch angelegt. Für einen bestimmten Client prüfen wir es gemeinsam, bevor wir es zusagen – welche Clients MCP unterstützen, entscheidet der jeweilige Anbieter.
ChatGPT
Gemeinsam noch nicht erprobt. Wenn die Anbindung über eine externe KI-Anwendung für Sie an ein bestimmtes Produkt gebunden ist, nehmen wir das in die technische Sichtung und probieren es dort zusammen aus – statt es hier zuzusagen.
Eigene Oberfläche
Umgesetzt. Der Weg ohne externen Client, wenn Abfrageergebnisse nicht an ein Sprachmodell gehen sollen.

Klarstellung

Nowl trainiert kein Modell mit Ihren Daten.

Gerling Solutions trainiert keine Modelle – weder mit Ihren Daten noch mit Ihrem Sourcecode. Ob ein externer Modellanbieter übermittelte Daten verwenden darf, regeln dessen Vertragsbedingungen; wir klären das mit Ihnen vor dem Einsatz. Was im Betrieb wächst, ist die Beschreibung Ihres Fachmodells – als lesbare, überprüfbare Definition, nicht als Modellgewicht.

Das ist auch der Grund, warum Verbesserungen nachvollziehbar sind: Jeder Zugewinn geht auf eine benannte Lücke und eine dokumentierte fachliche Entscheidung zurück, nicht auf einen Trainingslauf, dessen Wirkung niemand belegen kann.

Zur Frage nach Modelltraining →

Häufige Fragen

Fehlt Ihnen eine Frage? Ausführliche Antworten zu Betrieb und Datenzugriff stehen auf der Sicherheitsseite.

Unsere Mitarbeiter nutzen die KI im Unternehmen schon. Ändert das etwas?

Es verschiebt die Frage. Wenn Mitarbeiter KI im Unternehmen ohnehin nutzen, ist der Bedarf belegt – gedeckt wird er heute nur auf einem Weg, den niemand sieht: mit Tabellenauszügen, die aus einem System kopiert und in ein Chatfenster gestellt werden. Genau dieser Fall ist der, den eine Freigabe eigentlich verhindern soll.

Eine Anbindung dreht das um. Dieselbe Anwendung fragt dann die Systeme über eine Prüfschicht in Ihrem Netz: mit Rollenrechten, mit Filterung vor der Übermittlung und mit Protokoll – und ohne dass jemand Daten von Hand herauskopieren muss, um eine Antwort zu bekommen.

Das ist ein organisatorisches Thema so gut wie ein technisches. Wer die Nutzung im Haus kennt, sollte sie früh benennen: Ein kontrollierter Zugang ist in der Praxis wirksamer als ein Verbot, das umgangen wird.

Sieht der Anbieter der KI-Anwendung unsere Daten?

Bei Anbindung einer externen KI-Anwendung sieht dessen Modell die Abfrageergebnisse, weil es sie für das Reasoning bewerten muss – und mit der mitgelieferten Abfrage auch Tabellen- und Spaltennamen. Nicht übermittelt werden Zugangsdaten oder der Datenbestand als Ganzes.

Was der Anbieter mit übermittelten Daten vertraglich darf, steht in seinen Bedingungen – dazu wird hier bewusst keine Zusage gemacht. Wenn Abfrageergebnisse das Unternehmen nicht verlassen dürfen, ist die eigene Oberfläche der richtige Modus.

Brauchen wir dafür Lizenzen der KI-Anwendung?

Für den Weg über eine externe KI-Anwendung ja: Der Client und das dahinterliegende Sprachmodell werden vom jeweiligen Anbieter bezogen, mit dessen Konditionen.

Für den Weg über die eigene Oberfläche entfällt der Client. Ein Sprachmodell mit ausreichender Reasoning-Fähigkeit wird weiterhin benötigt; ein vollständig lokal betriebenes Modell ist in Arbeit und heute nicht Teil des Leistungsstands.

Kann jeder Mitarbeiter dann alles abfragen?

Nein. Rollen und Rechte sind im semantischen Modell abgebildet und werden bei der Prüfung des Abfrageplans ausgewertet – nicht erst beim Anzeigen des Ergebnisses. Was eine Rolle nicht sehen darf, wird nicht abgefragt.

Ihre bestehende Benutzerverwaltung bleibt davon unberührt. Die Rechte für die Abfrage werden zusätzlich vergeben, nicht aus Ihrem System übernommen.

Welches Sprachmodell wird benötigt?

Beschrieben wird hier die Leistungsklasse und nicht die Version: Für mehrstufige Fragen wird ein aktuelles Reasoning-Modell benötigt, das eine Frage in Schritten abarbeiten und Zwischenergebnisse bewerten kann.

Konkrete Versionsangaben wechseln schneller, als eine Website gepflegt wird – eine veraltete Angabe wäre irreführend. Welche Modelle im konkreten Setup geprüft sind, gehört ins Gespräch.

Verwandte Themen

Angrenzende Fragen, jeweils auf einer eigenen Seite beantwortet.

Wenn Ihre Fachabteilung bereits mit einer KI-Anwendung arbeitet, ist der Weg dorthin kurz.

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